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Atelier Barbara Cousin

Barbara Cousin, 48 Stunden Neukölln 2015

„Die Vorstellung der Zukunft ist fest mit dem Blick auf vergangene Zeiten verbunden“

Paul Ricoeur

Mme Cousin und ihr Atelier im GESP jetzt auch im Film!

 

In meiner künstlerischen Arbeit beschäftige ich mich mit individueller und kollektiver Erinnerung und gelange hierdurch zu Fragen nach unserem Verhältnis zur Zeit, zur Geschichte und zum Vergessen.

 

Woran erinnern wir uns? Was vergessen wir? Was bleibt? Welche Beziehungen bestehen zwischen individuellem und kollektivem Gedächtnis? Welchen Platz nehmen persönliche, manchmal banal-alltägliche Erinnerungen in der eigenen und der kollektiven Identität ein? Welche Erinnerungen in Gemeinschaft und als Einzelwesen tragen zur Formung unserer Persönlichkeit bei?

 

Meinen Zeichnungen und Installationen liegen Archivalien wie Fotos, Dokumente oder Gegenstände, aber auch Fragmente und Reste zugrunde. Ich ergründe, wie Erinnerungen damit rekonstruierbar gemacht werden und welche Rolle dabei die Erzählungen des Sich-Erinnernden spielen (Kolorierung von Schwarz-Weiß-Fotografien, grafische Deformationen…). Ich versuche den Wert der jeweiligen Erinnerung zu begreifen (Zusammenführung von Familienfotos mit Resten meiner Arbeit - Stofffetzen, fleckiges Papier) oder den Platz der individuellen Erinnerung im kollektiven Gedächtnis zu erfassen (Verbinden der offiziellen Geschichte eines Viertels mit den persönlichen Erinnerungen der Bewohner, Erstellung einer Sammlung von Wintererinnerungen verschiedener Generationen).

 

Meine bevorzugten künstlerischen Techniken sind Markieren, Reparieren und Spuren hinterlassen. Ich erstelle Radierungen, Collagen, Kohle- und Tusche Zeichnungen. Ich bewahre, sammle, schütze, nähe wieder zusammen, sortiere in Kisten. Aber ich zerstöre, zerreiße und durchlöchere auch.

 

In meiner Arbeit kämpfe oder akzeptiere ich, denn ich kenne die Wahrheit nie.

 

Barbara Cousin

Barbara Cousin verfügt seit September 2019 über ein Atelier am Gymnasium am Europasportpark. In diesem Zusammenhang hat sie an dem Projekt Blickwinkel – Ausstellung im Gymnasium am Europasportpark zum 30. Jahrestag des Mauerfalls mit den Schüler*innen der Klasse 8e teilgenommen. Andere künstlerischen Projekte können mit der Künstlerin, den Schüler*innen und den Lehrkräften für das Jahr 2020 organisiert werden.

 

Barbara Cousin arbeitet zum Thema individuelles und kollektives Gedächtnis, unserer Beziehung zur Zeit, zur Geschichte und zum Vergessen. Sie wurde u. a. für ihre Installation 306.000 Kreuze in Gedenken an den 1. Weltkrieg ausgezeichnet (2016) und hält ein Forschungsstipendium der Ausschwitzstiftung (2018-2020). Ihre Projekte werden in Frankreich und Deutschland ausgestellt (Galerie im Saalbau und Stiftung Genshagen in Berlin, Grand Palais in Paris, Internationale Kunstbiennale in Cachan).

 

Von 2015 bis 2019 hat Barbara Cousin zahlreiche Kunstworkshops für über 500 Kinder und Jugendliche realisiert. Sie entwickelt auch partizipative Projekte mit verschiedenen Generationen wie Memory Map (2015) oder The Artme Collection (2016) in Berlin. In 2018-2019 hat sie am Programm „Max – Artists in Residence an Grundschulen“ der Stiftung Brandenburger Tor teilgenommen und mit Schüler*innen und deren Eltern eine Bibliothek der Kindheitserinnerungen entwickelt.

Das Atelier im Gymnasium am Europasportpark
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